Die Sonne durchquert derzeit das Zeichen Wassermann. Wir bringen es in Verbindung mit Fasching, Narrensitzungen, Karneval und Bällen. Hintergrund ist ein archaisches Bedürfnis des Menschen, all die Ordnungen, Regeln, Gesetze, Verpflichtungen und Korsette des Steinbocks einmal zu unterbrechen, sich frei davon zu fühlen und mit Rollen zu experimentieren, um Neues ins Leben zu bringen. Das Normierte ver-rücken, das Unkonventionelle ist angesagt.
Masken sind uraltes Kulturgut, waren Teil religiöser Zeremonien, später entstand daraus das Theater. Menschen suchten mit Hilfe und im Schutz von Masken nach Identität und dem eigentlichen Wesen des Menschseins, in Verbindung zu höheren Instanzen. Sie versuchten zu den Ursprüngen, den Quellen des Seins durchzudringen und dort wohnt Lebensfreude.
Ein Abklatsch dessen sind Maskenfeste von heute. Es ist üblich geworden, Masken tagtäglich zu tragen, ohne zu bemerken, wie uniform sie geworden sind. So wird der Versuch, sich im Fasching in eine andere Version seiner Selbst zu versetzen, meist zum leeren Spektakel, anstatt zu einer kleinen oder großen Mutation (Uranus, Wassermann). Daher erleben wir im wahrsten Sinn des Wortes Verrücktes an allen Ecken und Enden der Welt.
Am Sonntag 1. Februar 2026 um 23 h 10 findet mit dem Vollmond im gegenüber liegenden Zeichen Löwe ein Höhepunkt innerhalb der Wassermannphase statt. Fünf Planeten befinden sich momentan im Wassermann, was eine unglaubliche Dominanz dieser Qualitäten zeigt. Wassermann kreist gerne hoch oben, in den Lüften, der Welt der Ideen und Gedanken. Das schafft Überblick, Distanz und damit Abkühlung. Gut für Brainstorming und klaren Blick, jedoch weniger gut für Intimität, Nähe und Empathie.
Dafür steht der Mond, unser seelischer Resonanzkörper, aktuell im Zeichen Löwe. Wenn Sie also den Vollmond am Himmel sehen, wissen Sie, dort befindet sich gerade das Tierkreiszeichen Löwe. Sich am Himmel orientieren zu können, ist ein eigenes Mysterium. Mond im Löwen bringt eine warme, herzliche, freudige und impulsive Stimmung in diese abgekühlte Phase. Er spiegelt unser Bedürfnis nach Lebensfreude, Spielerischem, Expression. Auch die eigenen Narzissmen kommen mit ans Licht, also wundern Sie sich nicht, wenn Sie auch Stolz und dazugehörige Eitelkeiten entdecken. Ein Bewusstheitsappell. Ein kollektiver Höhe- und damit auch Wendepunkt im Monatszyklus. Auf dass der Größenrausch dort und da abnimmt! Es ist Zeit für Umkehr, das Herz sprechen zu lassen (Löwe) und allgemeine Abkühlung durch wassermännischen Abstand.
Wassermann führt ja derzeit Regie (Sonne) mit seiner großen Affinität für Erfindungen, Entdeckungen, Innovationen. Er steht an sich für freies Schwingen, kreatives Denken, individuelles Lebensspiel. Pluto als mächtigstes, weil langsamstes Prinzip, sorgt hier bis 2044 für Transformation. Als Herr der Schatten (Kälte), als auch der Ressourcen (Freiheit, Gleichheit, Menschlichkeit) der Wassermannwelt. Momentan hat er hier ein auffallend großes Team von Mars, Venus, Sonne und Merkur um sich. Das verleiht ihm zusätzliche Power. Wind in den geistigen Segeln. Die klassischen Instrumente des Wassermanns sind das Entwickeln von Ideologien und Technologien. Wir sehen aktuell ein unglaubliches Zusammenspiel dieser beiden Komponenten, vom persönlichen Umfeld bis zur Geopolitik. Eine Konzentration an Macht über Gedanken durch Technologien (Pluto im Wassermann von seiner Schattenseite)?
Wozu dient das aus der Sicht der Astrologie, der Geometrie des Kosmos?
Jede Geburt hat etwas Plutonisches, ist ein Gestaltwandlungsprozess. Aus dem Seinszustand eines Embryos wird über den archaischen Druck der Geburt ein selbstständig atmendes Baby. Ähnliches erleben wir gerade kollektiv.
Je mehr der Druck im Außen wächst, desto mehr bauen sich Lebenswille und Wachheit in den Menschen auf. Eine seelisch, geistige Neugeburt. Das bedeutet, zu Durchschauen wer wir wirklich sind und welchen Sinn das Leben und die Welt um uns herum auf mehreren Ebenen haben (Ressourcen von Pluto im Wassermann).
Während meiner juristischen Zeit habe ich vor allem an Rechtsordnungen geglaubt, sie für unerschütterlich gehalten. Eine schöne Zeit. Seit der Saturn/Pluto-Konjunktion im Steinbock vom 20.1.2020 sehen wir hier erstaunliche Veränderungen dieser Ordnungen, bis hin zu Menschen- und Völkerrecht. Pluto hat immer auch mit Trauerprozessen zu tun. Und das dauert.
Alles hat seinen Sinn. Gedanken erschaffen Realität. Es dient für etwas, so ist der Kosmos gebaut. Nichts kann außerhalb dieser Gesetzmäßigkeiten stehen. Vieles an den alten Ordnungen wurde lange schon Backstage aufgeweicht und daher morsch. Also ist ein Neustart ein Naturgesetz. Er adressiert sich allerdings an jeden Einzelnen von uns – das meint Wassermann. Unsere individuelle Kraft, unsere persönliche Haltung trägt dazu bei, wie eine freie neue Welt für uns aussieht. Heute vertraue ich auf kosmische Ordnungen.
Alles ist offen. Wir befinden uns in einer Phase von schöpferischem Chaos. Das ist die Sprache von Neptun. Er ist 2. Protagonist dieser neuen Zeit, denn er hat am 26. Jänner endgültig die Fische verlassen und in das Zeichen Widder gewechselt, ist damit über die kosmische Spalte gewandert. Neptun hat eine enorme Bandbreite an Erscheinungsformen. Er ist einerseits Visionär in uns, bringt uns in Berührung mit Transzendenz, steht für unsere Suche nach Einssein und Rückverbinden mit der Quelle. Seine Kehrseite sind Scheinwelten, Irrlichter, Überschwemmungen, Fata Morganen, Sucht, Betrug, Illusion und Verschleierung. Wir lassen uns hier schnell treiben, verführen, manipulieren. In Kombination mit dem kämpferischen Zeichen Widder führt das offensichtlich bei Vielen zum Vergessen und Verschleiern dessen, was Kriege in der Realität bedeuten, was sie in unserer Geschichte schon bewirkt haben.
Widders Impulsivität lässt sich schnell wecken, wenn wir uns nicht mit unserer persönlichen verdrängten Wut, Verletzungen, mangelndem Durchsetzungsvermögen beschäftigen. Neptun im Widder ruft Sehnsucht (Neptun) nach Handlung, Herausforderungen, Kampfeslust (Widder) hervor, oder lähmt (Neptun) alle Antriebskräfte (Widder) und macht ohne Vision (Neptun) depressiv. Dann brauchen wir Projektionsflächen, um diese Energien abzubauen. Altes Wissen von Freud bis C.G.Jung & Co. Wir projizieren unsere Schattenthemen und brauchen Feindbilder und Sündenböcke. Kriege kann man nur führen, wenn Menschen ihre Selbstwirksamkeit (Sonne, Verwirklichungsebenen) verlieren und sich anästhesiert und ohnmächtig fühlen (Neptun).
Astrologisch gesprochen ist die Sonne Regisseur innerhalb unserer Persönlichkeit. Hier gibt es bei jedem Mensch eine Instanz, die Autonomie, Eigenverantwortung und kreative Selbstentwicklung anstrebt. Wenn diese Möglichkeiten verschwinden, entsteht ein Vakuum. Und dieses lässt sich leicht von außen steuern. Die Frage ist, wer hält das Pendel in der Hand? Welche Spuren möchte ich ziehen? Worauf lasse ich mich ein? Wer ist ICH? Ich SELBST?
Eine schöne Vision von Neptun im Widder ist, dass sich eine Welle (Neptun) von Lebenskraft und neuen Impulsen (Widder), Visionen und Inspiration (Neptun) über und in den Menschen ausbreitet und zur Einsicht führt, dass es nur Sinn macht, gemeinsam und in Frieden zu leben, Empathie zu entwickeln (Neptun) und dafür mutig einzustehen (Widder). Win-Win-Situationen gesucht! Es ist ein langer Prozess. Neptun befindet sich für 13 Jahre in diesem Zeichen, wir stehen am Beginn und haben die Chance, im JETZT die Ouvertüre zu schreiben. Eine persönliche Ode an die Freude.
Jeder Mensch hat mit seinem Horoskop ein persönliches Drehbuch in die Hand bekommen. Laut Platon haben wir es uns auch ausgesucht. Ein unschätzbares Werkzeug, um sich Orientierung, Sinn und Handlungsstärke zu verschaffen.
Besonders wichtig schon für Kinder und Jugendliche. Besonders wichtig auch für Firmen und deren Mitarbeiter, die erkennen, wie wichtig ein bestimmter Geist in der heutigen Wirtschaftssituation ist….
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Michaela Köllensperger
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